Eine Flugreise
Ich wußte es vorher. Eine Seefahrt, die ist lustig - eine Seefahrt, die ist schön...
Aber ich mußte ja fliegen. Es fing harmlos an...erst dieser kleine 15 Kilomter Stau auf der Autobahn, dann das Software Problem am Flughafen, die endlose Warteschlange, nach 1 Stunde und 50 Nerven weniger, einem herrenlosen Koffer endlich am Schalter - ich hatte es geschafft und sah der etwas gestressten Dame lächelnd in die Augen. Dann sagte sie "wir sind total überbucht, ich habe sie auf die Warteliste gesetzt - vielleicht findet sich noch jemand, der tauscht". Ich rannte mit hängenden Schultern hoch zum Gate - denn das Flugzeug war so gut wie weg...noch drei, zwei, eine Kontrolle...immer lächeln, die müssen mich doch durchlassen, ich muss in das Flugzeug. Dann eine Schlange, eine riesige Menge vor dem Flugzeug - alles durcheinander - ich stehe vor einer weiteren Dame am Schalter, Tränen in den Augen, ich versichere ihr, es gäbe für mich keine andere Möglichkeit, schon gar nicht über Toronto fliegen - und dann erscheint er: mein Retter. Er nahm die Entschädigung der Fluggesellschaft, und ich konnte im letzten Moment an Bord! Egal wo Sie sind: THANK YOU, MR. JOHANSSON - YOU ARE MY HERO...
Nachdem ich im Flugzeug war und meine noch unbekannte Flugbegleitung kennenlernte, warteten wir noch einmal eine gute Stunde, bis das Flugzeug abhob. Dann 10 Stunden Flug - diesmal taten mir schon nach wenigen Stunden alle Knochen weh.
In Atlanta angekommen, alles super geklappt - durch die Immigrationbehörde geflogen, Koffer im vorbeigehen geschnappt, durch den Zoll, Koffer wieder auf´s Band, durch die Kontrolle, rein in die Bahn und raus zum Gate - FLIGHT DISPATCHED. Das war der Moment, der mir schlagartig bewußt machte: Flüge sind nur dann zu spät, wenn man pünktlich ist. Wir waren 3 Minuten nach der angegebenen Zeit am Gate und der Flug war weg...dieser eine Flug war vermutlich der einzige, der an dem ganzen Tag pünktlich agehoben war.
Ich bin letztendlich mit einem verspäteten Flug abgehoben und war nach 22 Stunden Reisezeit am Ziel angekommen - furchtbar müde, total entkräftet und unendlich glücklich. Denn darum ging es ja - mein Ziel erreichen, am 01. Oktober 2004 und dann einfach durchatmen und das Leben laufen lassen...mit einem Lächeln im Gesicht.
Und eins kann ich ganz sicher sagen: eine Flugreise, die ist lustig - eine Flugreise, die ist schön...ja , da kann man nette Menschen kennenlernen und noch Vieles and´re sehen...


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